Ap. kullanderi

Apistogramma kullanderi - der Echte!

Ap. kullanderi ist auf dem freien Markt eigentlich so gut wie gar nicht zu bekommen, da er z. Z. nicht aus Brasilien ausgeführt werden darf. Außerdem sind im Habitat dieser sehr großen Apistogramma-Art (M ca. 10 cm, W 6-7 cm) kaum nennenswerte andere Fischarten beheimatet, die im Zierfischexport eine wesentliche Rolle spielen würden. Deshalb sind auch äußerst selten einmal professionelle Fischfänger in diesem Gebiet unterwegs. Die wenigen Exemplare, die auf oft abenteuerliche Weise den Weg aus Brasilien heraus gefunden haben, sind meist in Fernost, Nordamerika, Russland oder UK für sehr viel Geld aufgekauft worden.

Ap. kullanderi - warum der “Echte”? Ganz einfach: es existieren neben den echten noch zwei andere, ähnlich aussehende Arten, die für das ungeübte Auge nur wenige bis keine Unterschiede aufweisen. Nördlich der Serra do cachimbo gibt es eine Art Wasserscheide; nach links zum Teres Pires, einem Quellfluss des Rio Tapajos, hin kommen die “unechten” Ap. kullanderi vor, nach der rechten Seite zum Rio Xingú zu finden sich in unbenannten, relativ frischen und klaren Zuflüssen des Rio Curuá die echten Ap. kullanderi.

Mit meiner bescheidenen Fotoausrüstung habe ich versucht, einmal ein paar Bilder dieser großen Apistos zu schießen, was nicht so einfach ist, da im Normalfall der Kullanderi extrem scheu ist, versteckt lebt und super-blitzschnell das Weite sucht.

 

Männchen in neutraler Stimmung

 

Männchen im Erregungszustand/Stressfärbung

 

Weibchen in neutraler Stimmung

 

frisches Gelege (einmal nicht in der Bruthöhle, sondern seitlich an einer Wurzel) und das W im Brutpflegekleid

 

Nachzuchttiere im juvenilen Stadium

 

Mittlerweile habe ich das Glück, über gesunde Nachzuchten zu verfügen. Die Betreuung gestaltete sich relativ schwierig, da die Empfindlichkeit der Larven gegenüber allen möglichen kleinen oder größeren Problemen, die sich bei der Aufzucht ergeben können, extrem hoch war. Nach einigen anfänglichen Rückschlägen ist das gröbste scheinbar ausgestanden. Die Elterntiere laichen eigentlich regelmäßig, die Stückzahl der Eier ist allerdings trotz der Größe der Fische überschaubar (ca. 30-60 St.).